Diese Woche begann mit einem “Aufreger”: Nach zwei schönen Tagen in Zandvoort stand endlich mein Gespräch mit dem potenziellen Agenten für “Tod zur Spargelzeit” an, auf das ich seit Wochen hinfiebere. Ich saß pünktlich vor dem Bildschirm, der Zoom-Raum war offen, meine Notizen ebenso. Nur erschien niemand. Ich habe eine Weile gewartet, mich neu eingewählt, den Link geprüft, etc.. Alles stimmte, aber mein Gegenüber blieb fern.
Ich gebe zu, das hat mich frustriert. Umso erleichterter war ich am nächsten Morgen: Im Mail-Postfach lag eine Entschuldigung, freundlich und vor allem plausibel, mit dem Vorschlag für einen neuen Termin. Ich nehme es also gelassen. Nächsten Dienstag der zweite Anlauf.
Davon abgesehen war das eine Woche, in der ich ein neues Tool intensiv teste. Ich entdecke gerade die Schreibplattform Novlr für mich, und sie hat mich schneller gepackt, als ich dachte. Zum einen habe ich eine dort geplante und geschriebene Kurzgeschichte veröffentlicht (hier klicken). Zum anderen habe ich angefangen, in Novlr eine Fantasy-Novelle zu plotten und zu schreiben. Die frisst gerade fast meine ganze freie Zeit, und ich lasse sie das gern tun, weil ich im Moment schlicht verliebt bin in die Handlung und in die Figuren.
Worum es geht, verrate ich nur grob: Eine adlige Akademieschülerin, die vor den Machenschaften der Violetten Akademie geflohen ist, und ein Tüftlerlehrling, der entdeckt, dass er die verbotene Graue Kunst in sich trägt, treffen sich in Zeiten höchster Not zufällig wieder, viele Jahre nach ihrer gemeinsamen Kindheit in Dammstadt. Gemeinsam decken sie auf, dass Akademie und Konzerne an einer Waffe arbeiten, die den ganzen Kontinent in Gefahr bringen könnte. Doch ihre Kräfte sind einander tödlich entgegengesetzt: Je näher sich die beiden kommen, desto mehr verzehren ihre eigenen Gaben sie von innen.
Dass es ausgerechnet diese Geschichte geworden ist, hat einen einfachen Grund: Ich lese selbst am liebsten die Art Fantasy, die von der Ausbildung ihrer Hauptfiguren erzählt und nah an ihnen dranbleibt, die einen mitgehen lässt, während sie lernen, scheitern und besser werden. So eine Geschichte wollte ich immer mal selbst schreiben.
Damit ist auch klar, womit es nächste Woche weitergeht: Mit dem Agenturgespräch am Dienstag und mit den Texten für die Novelle. Praktisch an Novlr ist übrigens, dass ich dort meine Schreib-Habits automatisch tracken kann. Ich habe mir ein Tagesziel von etwa einer Normseite gesetzt. Klingt nach wenig, ist aber genau die Sorte Vorgabe, die man auch an einem müden Abend noch hinbekommt, und über die Wochen summiert sich das ganz ordentlich. Außerdem trackt die Seite für mich allerlei Statistiken mit; die habe ich bisher für den Jahresrückblick zum Beispiel oft mühselig manuell getracked oder rekonstruiert.
Und zum Schluss noch eine Erklärung zum Titelbild: Ich war gestern bei den Tolkientagen in Geldern-Pont und habe einen schönen Tag in Mittelerde verbracht!
Euch einen schönen Sonntag!
