Schreibtagebuch – KW07/2026

Eigentlich wollte ich hier diese Woche endlich über Literaturagenten schreiben. Aber diese Woche hatte ich mal wieder so richtig Bock aufs Schreiben. Und damit meine ich nicht die Recherche-Art von Schreiben, sondern das echte, kreative Drauflosschreiben. Das klingt für ein Schreibtagebuch vielleicht selbstverständlich, aber es gibt eben Wochen, in denen man sich eher durch Recherche, Planung oder andere Dinge kämpft, und dann gibt es Wochen, in denen man sich an den Rechner setzt und die Worte einfach fließen. Das war diese Woche. Und gegen so eine Motivation kämpfe ich nicht an.

Ich hatte plötzlich Lust auf eine Kurzgeschichte. Keine große Planung, kein aufwendiges Plotting, einfach drauflos. Und weil mich das Spargeldorf Walbeck und “mein” Polizist Rudi Fleuren ohnehin gerade gedanklich nicht loslassen, habe ich daraus eine kleine Geschichte gemacht, die zeitlich vor den Ereignissen meines Romans spielt. Eine Art Vorgeschichte, in der man Rudi in seinem Alltag erlebt, bevor die Dinge in “Tod zur Spargelzeit” so richtig in Bewegung kommen. Mehr will ich inhaltlich noch nicht verraten, aber ich finde, man bekommt einen guten Eindruck davon, wie er tickt und was ihn antreibt.

Das Spannende daran: Die Geschichte besteht zu großen Teilen aus Textfragmenten, die es nicht in den Roman geschafft haben. Szenen und Passagen, die ich beim Überarbeiten rausgeworfen habe, weil sie dort nicht reingepasst haben (die aber für sich genommen durchaus funktionieren).

Es hat unglaublich Spaß gemacht, mal wieder einfach eine in sich abgeschlossene Geschichte zu schreiben. Bei einem Roman denkt man immer in großen Bögen und langen Zusammenhängen. Bei einer Kurzgeschichte hat man diesen schönen Moment, in dem man am Ende etwas Fertiges in der Hand hält. Das motiviert.

Lesen könnt ihr die Kurzgeschichte HIER.

Euch einen guten Start in die Woche!