[…] Aufgrund des Jahreswechsels sowie einer hohen Anzahl eingereichter Manuskripte kann sich die Bearbeitungszeit leider etwas verlängern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns ausführlich mit jedem eingereichten Text beschäftigen möchten und dafür entsprechend Zeit benötigen.
Diese Nachricht habe ich in der vergangenen Woche erhalten. Diese bezieht sich auf meine Manuskripteinreichung vor Weihnachten. Ich habe eine Eingangsbestätigung bekommen und fühle mich nun sicherer beim Warten; es wurde ebenfalls betont, dass ich auch im Negativfall benachrichtigt werde. Ich bin nach wie vor sehr gespannt, was sich so ergibt :-). Bis zum Feedback zu meiner allerersten Einreichung werde ich außerdem keine neuen Bewerbungen rausschicken. Ich würde Erfahrungen daraus gerne bei den Nächsten einfließen lassen.
Stattdessen habe ich in den vergangenen drei Wochen meinen Schreibplatz ein wenig komfortabler eingerichtet (so ein Monitorlicht entspannt ungemein!) und das Planen für meine zweite Romanidee mit dem Arbeitstitel “Korrosion” begonnen. Ich habe ein für die Stimmung repräsentatives Kapitel geschrieben und mit etwas Feinschliff versehen. Da ich inhaltlich über meine Romanprojekte hier im Blog während der Entstehungsphase nicht konkret werden will, bleibt der kommende Kapitelauszug erstmal eine Ausnahme.
Frank lachte wieder auf, noch lauter. Er schien sich prächtig zu amüsieren. Er verstaute Filmdose und Kamera in seiner ledernen Jacke. Dann winkte er mit der nun wieder freien Hand Christin.
“Komm mit!”, befahl er, “Du bist die Zeugin. Du hast die Fotos gemacht. Also komm! Du musst uns noch ein paar Fragen beantworten.”
Christin schaute mich unsicher an. Dann ging sie, wie an einem Band gezogen, einen Schritt auf ihn zu.
Bärbel trat ihr in den Weg, packte sie mit beiden Händen, hielt sie fest, deckte sie mit ihrem Körper. “Nein!”, sagte sie bestimmt.
Ohne Regung richtete Frank die Pistole auf die. “Geh zur Seite.”
“Nein!”, rief ich aus meiner ängstlichen Trägheit erwachend und rannte, rannte, um mich vor sie zu stellen, zu werfen.
Frank schoss. Die Kugel Drang mir in den Oberschenkel des rechten Beines, durchpflügte ihn und trat wieder aus. Der Schmerz war neu und überwältigend. Mir wurde übel. Mein verwundetes Bein knickte ein. Ich sah, wie Frank die Pistole wieder auf meine Frau richtete.
“Komm”, sagte er wieder und streckte die freie Hand gebieterisch nach Christin.
In der kommenden Woche will ich mich wieder um ein paar offene stilistische Todos bei “Spargelzeit” kümmern, allzu große Änderungen werde ich aber während meiner laufenden Bewerbung nicht mehr vornehmen. Darüberhinaus mache ich mir einen ersten Plan für mein Schreibjahr 2026: Hat “Korrosion” Priorität? Fange ich mit der Ausgestaltung eines “Spargelzeit”-Folgeromans an? Will ich ein paar Kurzgeschichten schreiben und an Wettbewerben teilnehmen? Welchen? Und wie passt das alles, wenn sich für “Spargelzeit” neue Aufgaben ergeben (die dann für mich offensichtlich Priorität haben)?
Euch in jedem Fall diesmal nicht nur einen guten Start in die Woche, sondern einen wunderbaren Start in ein für euch hoffentlich tolles Jahr 2026!
